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Exkursion 06/2013

09.10.2013 09:04 von Gabriele Roffmann

Exkursion 06/2013 am Mittwoch, 09.10.2013 zum Elbe- Seitenkanal

Schleuse Uelzen II und Schiffshebewerk Scharnebeck

Es ist noch gar nicht so lang her, dass die Binnenschiffe, die von Hamburg ins Ruhrgebiet wollten, über die Elbe bis Magdeburg fahren mussten, um dann über den Mittellandkanal weiter zu kommen. Das Stück der dabei zu befahrenden Elbe war auch nicht gerade einfach, außerdem lag es im Bereich der ehemaligen DDR. Mit einem neuen Kanal zwischen Edesbüttel bei Wolfsburg und Artlenburg bei Geesthacht, der für die damals größten Schiffe mit einer Tragfähigkeit von 1350 t ausgelegt war, konnte ab 1976 die Strecke erheblich verkürzt und vereinfacht werden. Positiver Nebeneffekt war natürlich auch, dass die Industrieregionen Lüneburg, Uelzen und Wolfsburg einfacher zu erreichen waren. Heute werden pro Tag bis zu 100 Schleusungen vorgenommen.

Der Höhenunterschied des 115 km langen Kanals von 61,0 m zwischen dem Wasserspiegel des Mittellandkanals (NN + 65,0 m) und dem Normalstau der Elbestaustufe Geesthacht (NN + 4,0 m) wird mit zwei Abstiegsanlagen - den Schachtschleusen in Uelzen (Fallhöhe 23,0 m; Nutzlänge 190 m) und dem Doppelsenkrecht-Schiffshebewerk Scharnebeck (Fallhöhe 38,0 m; Nutzlänge 100 m) - überwunden. Diese beiden Schleusenanlagen stellen jede für sich etwas ganz Besonderes dar. Oftmals wird dabei beim Thema „Elbe- Seitenkanal“ nur über das Schiffshebewerk Lüneburg gesprochen und dabei übersehen, dass in Esterholz bei Uelzen erst vor 5 Jahren neben der alten Schachtschleuse die modernste und größte Sparschleuse der Welt in Betrieb genommen wurde. Der Ausdruck „Sparschleuse“ bedeutet, dass beim Schleusen nur ein Teil des Wassers verloren geht.


Wir wurden freundlicherweise vom Wasser- und SchifffahrtsamtUelzen eingeladen, diese beiden Anlagen mit einer Technikführung kennen zu lernen.

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